Zusammenarbeit mit Eltern

Kleinkinder können sich über die Sprache nicht oder nur schwer verständigen. Mütter und Väter kennen ihre Kinder sehr gut und gemeinsam können viele Äußerungen des Kindes "interpretiert" werden. Die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern ist deshalb gerade in der Kleinkindphase von noch größerer Bedeutung als im Kindergarten und bildet ein gegenseitiges “Geben und Nehmen”. Eltern benötigen Informationen und Hinweise, wie ihr Kind sich außerhalb der Familie verhält.

Zu Beginn der Zusammenarbeit steht die Eingewöhnungsphase welche meinem Erachten nach die wichtigste Phase in der Tagespflege darstellt weil sie über ein erfolgreiches Zustandekommen eines Tagespflegeverhältnisses entscheidet. Bei mir werden die Kinder nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell eingewöhnt, d.h. die Anwesenheit der Eltern in der ersten Zeit ist zwingend erforderlich.

Die Eltern können aber auch später jederzeit mit mir über ihre Ängste und Bedenken oder über die derzeitige Situation des Kindes sprechen. Hierzu bieten sich Tür- und Angelgespräche oder das Elterngespräch an.

Das Tür- und Angelgespräch findet täglich statt und ist unverzichtbar für den schnellen Austausch alltäglicher Informationen, z.B. ob das Kuscheltier gefunden wurde oder ein Zahn sich seinen Weg erkämpft.

Das Elterngespräch bietet Raum, Themen oder eventuelle Probleme die nur das einzelne Kind betreffen anzusprechen, zum Beispiel den derzeitigen Entwicklungsstand des Kindes oder ob spezielle Förderung nötig wäre. Termine für ein Elterngespräch können jederzeit vereinbart werden.

 

Organisatorisches

 

Urlaub und Krankheit der Tagesmutter

 

Die Urlaubszeiten werden zum Jahresende für das Folgejahr ausgehangen und  mitgeteilt. Eine Vertretung ist grundsätzlich selbst zu organisieren. Im Krankheitsfall ist dies für die erste Woche auch der Fall. Sollte eine Ersatzbetreuung durch die Eltern nicht gewährleistet sein so arbeite ich mit Tagesmüttern aus der Umgebung zusammen welche Kinder übernehmen könnten.

 

Versicherungen

 

Die Tageskinder sind über die Landesunfallkasse gesetzlich versichert. Alle Tageskinder werden über meine Haftpflichtversicherung gegen Schäden bei Verletzung der Aufsichtspflicht versichert. Da Schäden an meinem Eigentum nicht darüber versichert sind, behalte ich mir vor die Eltern heranzuziehen (zumindest wenn ich alles mir Mögliche getan habe um diese Schäden zu vermeiden). Außerdem müssen die Eltern eine Haftpflichtversicherung nachweisen welche das Kind ausdrücklich einschließt.

 

Arzt, Notarzt und Rettungsdienst

 

Im Notfall werde ich auf jeden Fall Notarzt und Rettungsdienst verständigen, und nur erste Hilfe leisten, aber keinesfalls selbst behandeln. Die Eltern haben keine Kosten dadurch zu befürchten, da diese Einsätze selbst bei leichten Krankheiten oder Verletzungen bei Kindern grundsätzlich immer kostenlos sind. Ich habe eine Erste Hilfe Kurs für Babys und Kleinkinder besucht und frische diesen regelmäßig auf. Für plötzlich auftretende Erkrankungen sollte außerdem eine Vollmacht für Besuche beim Kinderarzt hinterlegt werden.

 

Medikamentengabe

 

Eine Tagespflegeperson darf grundsätzlich keine Medikamente verabreichen und muss unbedingt beim Empfang des Tageskindes darüber unterrichtet werden wenn das Kind in der Nacht oder am Morgen Medikamente (auch homöopathische) eingenommen hat. Die einzige Ausnahme stellt die Dauermedikation eines chronisch kranken Kindes dar. Hier wäre es möglich eine Medikamentengabe vertraglich zu vereinbaren.

 

Kosten für Verpflegung

 

Es wird ein Unkostenbeitrag von 2,10 €/Tag direkt von der Essensfirm erhoben.

 

Finanzielles

 

Da ich von der Stadt Leipzig gefördert werde können Familien finanzielle, Unterstützung für Betreuungskosten beantragt werden!